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Hypnagoge Bilder — Der Übergang zum Schlafzustand

Hypnagoge Bilder (auch Hypnagogie genannt) Treten während der Einschlafphase und seltener auch während des nächtlichen Aufwachens auf. Sie gehen meistens mit einer Schlafparalyse einher und können zudem Visuelle, Auditive und auch taktile Halluzinationen hervorrufen.

Hypnagoge-Bilder

Z. B. ein lautes Brummen, dass akustisch sowie taktil als starke Vibration wahrgenommen wird begleitet von wirren Farben und Mustern. Doch auch Stimmen, Schatten oder die Berührung einer kalten Hand, kann als Halluzination während des Hypnagogen Zustands auftreten.

Wenn die Reize zusammenpassen, also wenn ein Brummen auch als Vibration wahrgenommen wird, werden diese „konform“ genannt. Sollten die verschiedenen Eindrücke unabhängig voneinander stattfinden, werden diese als „autonom“ bezeichnet.

Die Hypnagogie beginnt mit leichten Farben (wie man sie auch innerhalb geschlossener Augenlider sieht). Obwohl man sich in diesem Zustand darüber bewusst ist, dass man „pseudo-halluziniert“, kann man die Bilder noch nicht beeinflussen. Später können sich die Farben zu komplexeren geometrischen Formen wandeln, bis sie zu realistischen Bildern werden und in einen luziden Traum enden. Die Kunst dabei ist es, während des Prozesses nicht einzuschlafen und sein Bewusstsein zu behalten und die Teilweise sehr beängstigenden Empfindungen auszuhalten.

Mit diesen Voraussetzungen kann man den Hypnagogen zustand in einen sehr klaren luziden Traum wandeln, indem man in der fortgeschrittenen Hypnagogie beginnt, sich von seinem Körper zu trennen.
Diese Form der Klartraum-Induktion wird auch „Wake Induced Lucid Dream“ kurz WILD genannt.

Entstehung der Hypnagogen Bilder

Hypnagoge-BilderDa bei geschlossenen Augen in einem dunklen Raum kein Licht mehr auf die Augen trifft, entstehen die anfänglichen Farben und Formen ausschließlich durch sogenannte Phosphene. Phosphene sind Farb– und Lichtwahrnehmungen die nicht durch Licht, sondern durch Reize auf den Sehnerv bzw. den virtuellen Cortex von unserem Gehirn erzeugt werden. Durch Druck auf den Augapfel oder auch durch elektromagnetische Felder, kann das Auftreten der Phosphene verstärkt werden.

Erzeugen von Hypnagogen Bildern

Die einfachste Form um das Anfangsstadium der Hypnagogie zu erforschen, ist seine Augen in einem möglichst abgedunkelten Raum zu schließen und die Augenlider leicht zu massieren. Dadurch ist es möglich allerlei Farben und Muster zu sehen. Um Tiefer in diesen Zustand eindringen zu können, muss man entweder trainieren, während des Einschlafens bewusst zu bleiben oder durch eine durch Meditation ausgelöste Tiefenentspannung den Körper in den richtigen Zustand bringen.

Dies ist allerdings meistens von einer Schlafparalyse und beängstigenden Sinneswahrnehmungen begleitet. Für Anfänger ist es meistens so beängstigend, dass sie aus dem Zustand wieder Aufwachen. Mit etwas Übung und vor allem der Gewissheit, dass einem nichts passieren kann, ist es möglich den Zustand bis zum Übergang in die Traumphase auszuhalten.

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